Mongolei

Hallo zusammen!

Nach 2 Wochen reisen durch die Wildnis der Mongolei sind wir zurück in der Zivilisation. 🙂
Wir nehmen aus dieser Tour viele Eindrücke, neues Wissen und schöne Erinnerungen sowie hunderte von Fotos mit. In diesem Blogeintrag erzählen wir euch, was wir alles so erlebt haben.

Da die Mongolei bei uns doch relativ unbekannt ist, möchten wir euch das Land durch ein paar Fakten näherbringen:

  • Die Mongolei ist rund 1‘564‘116 km2 gross und somit fast 38 mal grösser als die Schweiz.
  • Es leben 3 Millionen Menschen und 60 Millionen Nutztiere im Land. Die meisten davon sind Pferde, Kühe, Schafe und Ziegen.
  • Bis 1992 war das Land kommunistisch. Es war stark von Russland abhängig aber nicht Teil der Sowjetunion.
  • Ulan Bator ist mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von −2 °C die kälteste Hauptstadt der Welt. Es kann im Winter bis zu −25 °C Grad kalt werden.
  • Von den 3 Millionen Menschen leben rund 40% in oder um Ulan Bator.
  • Die Mongolei ist der am dünnsten besiedelte Staat der Welt.

Yves, Orkhon, Claudia, Baynaa und Katharina

Gemeinsam mit unserem Guide Orkhon und unseren Fahrer Baynaa sowie unsere Mitreisende Katharina aus Deutschland starteten wir unsere Tour am 31.August in Ulan Bator. Zu Beginn konnten wir noch geteerte Strassen geniessen, doch bald verschwanden die Strassen und wir fuhren kreuz und quer durch die Felder.
Schlafen konnten wir jeweils in Jurten. Die traditionellen Zelten sind noch immer vielen Mongolen ihr Zuhause. Orkhon erläuterte uns die vielen Regeln, die in Jurten gelten:

  • Die Jurten immer mit dem rechten Fuss zuerst betreten. Linker Fuss bedeutet, dass man einem vor langer Zeit Geld geliehen hat und man es endlich zurück will.
  • Nicht auf die Türschwelle stehen/tretten.
  • Hut nicht auf den Boden legen. Man darf ihn aber die ganze Zeit anbehalten. Auch zum Essen
  • Kein Hundesitz in der Jurte.
  • Nicht zwischen den zwei Stangen in der Mitte der Jurte laufen oder etwas durchreichen. Sie symbolisieren das Ehepaar und man würde sich ansonsten dazwischen stellen.
  • Über nichts was am Boden liegt darübersteigen.
  • Immer absitzen – nicht stehen bleiben
  • Mindestens eines der Angebote (Tee, Essen, Milch etc.) sollte man annehmen. Auch wenn es nur ein Schluck ist. Alles ablehnen gilt als unhöfflich.
  • Rücken nie zu Budha-Statuen kehren. (Eine allgemein buddhistische Regel, welche sich nicht nur auf die Mongolei beschränkt)

Eine Jurte. Die Nomaden wechseln ihren Wohnort zum Teil täglich.

Für mich persönlich war es am Anfang ein ziemliches Abenteuer in den Jurten zu schlafen. Während den Nächten bekamen wir regelmässig Besuch von Hamstern, Erdmännchen und anderen diversen Krabbeltieren. Damit es nicht zu kalt wurde, bekamen wir manchmal zusätzliche Decken oder im Ofen wurde angefeuert.

Den Tag durch verbrachten wir sehr viel Zeit im Auto. Langweilig wurde es aber nicht. Der Weg allein war sehr faszinierend, weil wir neben holprigem Gelände auch Flüsse überquerten. An einem Abend hat eine mongolische Familie den Fluss wohl unterschätzt. Orkhon rief uns, wir sollen den Leuten doch helfen das Auto herauszuziehen. Als sie dann mitbekam, dass das Auto im Fluss und nicht im Sand stecken blieb, meinte sie dann, wir sollen ihnen auf keinem Fall helfen, das Wasser sei zu kalt! Am nächsten Morgen konnte Baynaa ihnen dann helfen, den Kleinlastwagen aus dem Wasser zu ziehen.

Vor allem aber waren wir beschäftigt mit der Aussicht aufs Land. Yaks, Pferde, Ziegen, Schafe, Kühe und Kamele konnten wir beobachten und wir haben in diesen zwei Wochen viel mehr Tiere als Menschen gesehen. In der Mongolei kennt man keine Zäune. Die Tiere leben in ihren Herden und die Nomaden scheinen sie nicht zu verlieren, auch wenn sie nicht eingezäunt sind.

Ein für mich grosses Highlight war der Besuch bei der Familie von Orkhon. Zu acht spielen wir einen ganzen Abend Anklebones, ein traditionell mongolisches Geschicklichkeitsspiel.

Fleisch ist für die Nomaden ihr Grundnahrungsmittel. Deshalb war ich, als nicht so grosser „Fleischtiger“ ein wenig nervös, wie dass dann wohl raus kommt. Doch mit Orkhon hatten wir grosses Glück. Zwei bis dreimal am Tag bekochte sie uns in ihrer Feldküche mit vegetarischen Speisen (Yves bekam jeweils Fleisch welches auch für den Europäer geeignet war). Einmal zauberte sie sogar eine Pfannenpizza!

Gewöhnungsbedürftig waren für uns die sanitären Anlagen (eigentlich vor allem für mich – Yves ist seit dem Zivi ein wenig abgehärtet 😉). Fliessend Wasser gibt es kaum. Die Toilette, falls eine vorhanden ist, besteht aus einem Hüttchen mit 3 Wänden und einem Loch. Dafür hatte man oftmals eine fantastische Aussicht auf dem WC. 😊

Die Gastfreundschaft der Mongolen ist grandios. Wenn jemand an einer Jurte vorbeikommt geht er hinein, bekommt Tee und etwas zu essen angeboten. Meistens wird dann darüber gesprochen, wo das Gras am besten ist für die Tiere. Nach den letzten zwei Nächten bei einer Familien meinte die Gastgeberin: „Kommt wieder, mit euren Familien und Freunden. Sie würde uns gerne wieder aufnehmen.“

Diese Tour war wirklich grandios. Falls es jemand von euch mal in die Mongolei zieht, können wir euch Golden Gobi wirklich sehr empfehlen!

Wer gerne mehr von unserer Tour sehen möchte, kann das bei den Fotos tun.

Herzliche Grüsse in die Schweiz!

9 Gedanken zu „Mongolei

  1. Oh wow, das esch sooone schöne Bricht! Ii wett ombedengt mou go! So spannend ond so wenig lüüt, weisch wie schön. Ond eifach mou ohni Internet, ou cool. Cludi, gömer metem Tom zom 18. Geburi de!! 😀 Hebets no ganz guet und hebet nech Sorg <3

  2. Hei das isch ja beidruckend. Schön was ihr alles dörft erläbe u danke, dass mir o dörfe devo erfahre. soooo schöni landschafte und super bilder – s’schönschte isch für mi das mit öich zwöi 🙂

  3. Hey dir zwei….das sich jo sagenhaft was dir erläbet👍🏽Freue mi sooo fescht die spannende Brichte z läse und de no die Fotos mit de wunderschöne Landschaften. Machet weiter so…be scho jetz gespannt was chunt😀Liebs Grüessli us Gossliwiu🤗🤗

  4. Hoi zäme, luege öichi Bilder öppe s’4. Mol aa und ha ersch grad gmerkt, dasses no e wiiteri Sitte het ond dasses ofem Compi no atemberaubender uusgseht…. Die Landschafte send grandios – wörd das gärn ou mou gseh! Ha no e Frag: Esches en Adler, oder e Bussard oder e Falke wo mer gseht?

    • Danke vöu mou! 🙂 Be mer ned sicher wases fören Vogu esch ofem Böud. Adler hämer mendistens 3 gseh (devo 2 akettet als touriattraktion 🙁 ). Be de räschtleche Vögu wösse mer ned wases fören Art esch. Einisch hani eine gseh verbiflüge, wo en Hamster em Schnaubu gha het 😮

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